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Das berichten Schulen


Rückmeldung einer Lehrerin aus Hamburg

Lieber Herr Brandt!
Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihr großes Engagement, das es unseren Kindern ermöglicht hat, Chefs kennen zu lernen, Ihnen als zugewandte und freundliche Menschen zu begegnen und so mal in eine für unsere Schüler unbekannte Welt einzutauchen.

Mehr als 60% meiner Schüler kommen aus Familien, die von Harz IV leben. Für sie ist der Begriff Chef entweder gar nicht oder negativ besetzt. Dadurch, dass sie selber welchen begegnet sind, können sie nun diesen Begriff ganz anders füllen und werden zum ersten Mal in die Lage versetzt, selber eine Vision zu entwickeln, wozu es denn gut sein kann, in der Schule aufzupassen. Ein Mädchen antwortete auf die Frage, ob sie denn auch mal Chef werden wolle, vor unserem ersten Besuchs "bei den Chefs", dass ihr das viel zu anstrengend sein. Auch die anderen stimmten ein, Chef sein bedeute immer kontrollieren zu müssen, streng sein und hart - keine besonders attraktiven Aussichten. Dieser Eindruck hat sich nun komplett gewandelt. Chef sein bedeutet ein tolles Büro zu haben, gut gekleidet, freundlich und gebildet sein. Nun ist es für dieses Mädchen doch erstrebenswert, einmal Chef zu werden.

Aber auch andere positive Auswirkungen sind von unserem Besuch "bei den Chefs" ausgegangen. Die meisten Kinder aus unserer Klasse haben es nicht gelernt, sich angemessen in dieser Art von Öffentlichkeit zu bewegen. So kam es vor, dass ein Kind alleine den ganzen Teller Kekse leer gegessen hat und fünf kleine Flaschen Saft leerte, nur um dann gleich auf die Toilette zu müssen. Auch legten manche Kinder die Füße hoch auf die teuren Ledersessel. Nun einmal darauf aufmerksam gemacht zu werden, wie man sich hätte besser benehmen sollen, zeigte von Besuch zu Besuch große Erfolge. So können wir nun sagen, dass unsere Kinder auf diese Weise Unterricht im Benehmen bekommen haben, was ihnen häufig zu Hause nicht teil zu werden scheint.

Insofern war ihr Engagement ein ganz großer Gewinn für die Kinder unserer Klasse und ich möchte mich auch in ihrem Namen sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Ich hoffe, dass Ihre Arbeit auch weiter so gedeihen kann und wünsche Ihnen dabei alles Gute.
 
Herzlichst


Rückmeldung der Bonifatiusschule Wilhelmsburg

„Seit Herbst 2006 nimmt unsere Schule teil an der Aktion „Chefs lesen Kindern vor“.
Die damalige 3b war die Startklasse, mit der dieses Programm begann.
Da die Leseförderung einen festen Platz in unserem Schulprogramm hat, machte es mich neugierig, ob dies ein weiterer Baustein für die Leseförderung sein könnte.

Es stellte sich heraus, dass es weit mehr war. Meine Klasse tauchte bei den Besuchen in eine völlig neue Welt ein, die Ihnen in der Regel verschlossen geblieben wäre. Die „Chefs“ begegneten den Kindern mit viel Empathie und Neugier. Das Chefbild der Kinder wandelte sich und der Wunsch, selbst einmal „Chef“ zu werden, kam bei vielen Kindern auf, was wiederum Motivation und Selbstbewusstsein frei setzte.

Die Kinder freuten sich jedes Mal auf den Besuch und fragten von sich aus nach. Das war nicht nur den Süßigkeiten zuzuschreiben, die ihnen angeboten wurden. Sie öffneten sich schnell und ausgelöst durch das Vorlesen, kam es zu vielen Gesprächen, die beide Seiten als sehr positiv empfanden. Gerne gaben die Kinder den Chefs ein kleines Feedback in Form von kleinen Briefen und gemalten Bildern.
Immer wieder war der Besuch in einer Firma ein Höhepunkt im Schulalltag.“

Bonifatiusschule Wilhelmsburg


Lieber Herr Brandt!

Unser Anliegen ist es, Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und sie neben vielen anderen positiven Eigenschaften in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Wir beginnen damit in Klasse 1. Nun sind die Kinder bereits in Klasse 4 und das Angebot „Chefs lesen Kindern vor“ passt genau in unser Konzept. Die Kinder waren hoch erfreut, diese Chance der Begegnung mit Chefs des Flughafens Hamburg zu bekommen und haben sich mit großer Begeisterung an dem Projekt beteiligt. Jeder hat nach seinen Möglichkeiten erfahren und gelernt, wie man einem fremden Menschen in einer ungewohnten Situation begegnen kann. Die Kinder sind ein Stück reifer und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt worden, da sie die Erfahrungen machen durften, dass Chefs Menschen wie sie und jeder andere sind. Die Achtung, die die Chefs ihnen gegenüber gezeigt haben, hat die Kinder wachsen lassen. Bestimmt stellen die Eindrücke für den einen oder anderen auch im späteren Leben eine Hilfe dar. Wir danken, dass wir Ihr Projekt kennenlernen durften.

Liebe Grüße,
das Lehrerteam der Klasse 4a der Gesamtschule Am Heidberg