Über das Projekt

Seit 2006 waren 9879 Schüler, 381 Chefs, 44 Unternehmen und 45 Schulen bei „Chefs lesen Kindern vor“ dabei.

Unser Credo: „Kinder sind Chefsache“

Wir bringen 2 Gruppen der Gesellschaft zusammen, die sich sonst nicht begegnen. Chefs und Kinder. Mit diesem Projekt möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, sich aktiv und konkret messbar an der Entwicklung der Kinder zu beteiligen und ganz viel zurückzubekommen.

Es braucht ein ganzes Dorf, ein Kind groß zu ziehen.

Wir möchten Sie gewinnen, ein Teil dieser Idee zu sein.

Der Hintergrund von „Chefs lesen Kindern vor“ besteht darin, Kinder und Chefs zusammenzubringen und damit Menschlichkeit und Wirtschaft zu verbinden. Es hat eine Bedeutung für unsere Gesellschaft, mit welcher Haltung die Kinder den Chefs begegnen. Die Weichen für ihre und unsere Zukunft werden frühzeitig gestellt.

Durch dieses Projekt wird praktische und messbare Bildungs- und Integrations-Arbeit geleistet. Wir beabsichtigen, dass Kinder rechtzeitig in die Gesellschaft eingebunden werden. Dass man ihnen mit Wertschätzung begegnet, sie nicht allein lässt und ihnen Vertrauen in unsere Gesellschaft gibt. Denn die Kinder sind unser aller Zukunft.

“Chefs lesen Kindern vor” hat das Potenzial die Gesellschaft in eine positive, zuversichtliche Richtung zu bewegen. Wir sorgen vor, sind leidenschaftlich, mit ganzem Herzen dabei und zeigen den Kindern, dass wir uns für sie und ihre Belange interessieren.

Wir haben unsere Gemeinnützigkeit seit 2007. Steuerrechtlich werden wir von autorisierter Seite professionell betreut.

Feedback

Feedback von Kindern

Feedback von Chefs

Ralf Martin Meyer | Polizeipräsident (a.D.) Hamburg

Das Projekt „Chefs lesen Kindern vor e.V.“, unterstützt die Polizei Hamburg schon einige Jahre.

Da mir das Thema besonders am Herzen liegt, würde ich mich freuen, weitere Unternehmen für die Idee begeistern zu können.

Kern des Vorhabens ist die Kooperation von Hamburger Schulen mit Unternehmen unserer Stadt, wobei Führungskräfte mit Schulkindern zusammen gebracht werden. Während eines etwa 30 minütigen Meetings treffen Führungskräfte mit Drittklässlern zusammen, wobei sie auch aus adäquater Literatur vorlesen.

Die Regel  ist, dass ein Unternehmen von einer Schulklasse besucht wird, weshalb vier Führungskräfte für diese Idee begeistert werden sollten, die dann jeweils etwa 6 – 7 Kindern vorlesen. Die Kinder werden von Lehrkräften und dem Projekt begleitet, sodass kein größerer Aufwand entsteht, als das Meeting selbst.

Da das Vorlesen nur ein Instrument der Kommunikation ist, wird schnell klar, welcher Nutzen sich auch für die Führungskräfte ergibt. In den Gesprächen mit den Kindern erfahren Führungskräfte ein sehr direktes, authentisches Feedback und haben die Möglichkeit den Besuchern neben der Unternehmenswelt auch die menschliche Seite einer Führungskraft zu vermitteln.

Herr Brandt ist gern bereit, Ihnen weitere Information auch in einem persönlichen Gespräch zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Martin Meyer
Polizeipräsident a.D. Hamburg

Roya Ahmadi | Geschäftsleitung Büchner Barella

Dass eine kleine Gruppe von Kindern, einmal einen Höhepunkt in meiner Arbeitswelt sein könnte, hätte ich vor Chefs lesen Kindern vor, nicht für möglich gehalten. Meine Arbeitsumgebung aus der Sichtweise von Kindern reflektiert zu bekommen, war für mich absolut neu, überraschend und sehr kurzweilig. Wer hätte je gedacht, dass ein Orangensaft oder ein Dyssen Händetrockner wirklicher Gesprächsstoff sein könnte?
Wiederentdeckt habe ich meine längst vergessene Vorliebe für das Vorlesen und für Kinderbücher.

Aber auch hier konnte ich eine neue Erfahrung machen, die beliebten Kinderbücher von heute gleichen denen aus meiner Zeit quasi gar nicht. Gregs Tagebücher zeigen deutlich, dass die Kinder von heute erwachsener sind, als wir es zu dieser Zeit waren.
Ich sage Danke, für diese tolle Erfahrung!

Roya Ahmadi
Geschäftsleitung Büchner Barella

Dr. Nils Krause, Rechtsanwalt | Partner DLA Piper

Die Arbeitswirklichkeit hat sich stark in eine Wissensgesellschaft gewandelt. Wissens- und Service-bezogene Organisationen bestimmen maßgeblich unsere Arbeitswirklichkeit und sollten von Kindern erfahren werden. Gerade damit sie sehen, wie viel Herz auch unter Anzug und Krawatte steckt / stecken kann.

Bei „Chefs lesen Kindern vor“ geht es nicht nur darum, dass der Chef gut vorlesen und Nähe zeigen kann. Gerade seit der Finanzkrise verzeichnen wir ein immer stärkeres Misstrauen gegenüber Wirtschaftsführern und Managern. Banker, Vorstandsvorsitzende, etc werden zunehmend als an sich schlechte Menschen und allein von Profitmaximierung getrieben angesehen. Man muss kein Freund von Wirtschaftselite sein. Allerdings brauchen wir den Austausch zwischen den Gesellschaftsschichten.

Eben dies leistet das Projekt und schafft für beide Seiten wichtige Einblicke. Den Chef einer Bank hat man vielleicht nicht als liebevollen Vorleser auf dem Schirm.

Dieses Projekt ist Teil des Klebstoffs, den diese Gesellschaft braucht. Wir erfahren auf allen Ebenen ein Auseinanderdriften, mit großen Folgen für die Idee der Solidargemeinschaft.

Die meisten werden erstaunt sein, was die Zukunft für sie bereit hält, wenn wir als Gesellschaft nicht zu einander finden.

Dr. Nils Krause
Rechtsanwalt
Partner DLA Piper

Feedback von Schulen

Hildegard Wollstein | Bonifatiusschule Wilhelmsburg

Seit Herbst 2006 nimmt unsere Bonifatiusschule teil an der Aktion „Chefs lesen Kindern vor“.

Die damalige 3b war die Startklasse, mit der dieses Programm, eine Idee von Herrn Dirk Brandt, begann.

Da die Leseförderung einen festen Platz in unserem Schulprogramm hat, machte es mich neugierig, ob dies ein weiterer Baustein für die Leseförderung sein könnte.

Es stellte sich heraus, dass es weit mehr war.

Meine Wilhelmsburger Klasse tauchte bei den Besuchen der KPMG, eine große Wirtschaftsprüferfirma, in eine völlig neue Welt ein, die Ihnen in der Regel verschlossen geblieben wäre. Die „Chefs“ begegneten den Kindern mit viel Empathie und Neugier. Das Chefbild der Kinder wandelte sich und der Wunsch, selbst einmal „Chef“ zu werden, kam bei vielen Kindern auf, was wiederum Motivation und Selbstbewusstsein frei setzte.

Die Kinder freuten sich jedes Mal auf den Besuch und fragten von sich aus nach. Das war nicht nur den Süßigkeiten zuzuschreiben, die ihnen angeboten wurden. Sie öffneten sich schnell und ausgelöst durch das Vorlesen, kam es zu vielen Gesprächen, die beide Seiten als sehr positiv empfanden. Gerne gaben die Kinder den Chefs ein kleines Feedback in Form von kleinen Briefen und gemalten Bildern.

Immer wieder war der Besuch in einer Firma ein Höhepunkt im Schulalltag.

Hildegard Wollstein
Bonifatiusschule Wilhelmsburg

Dr. Adrian Klenner | Schulleiter der Schule Beim Pachthof

Das Vorlesen selbst und die sich dabei ergebende Möglichkeit, über die vorgelesenen Geschichten mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, bildet nur die eine Seite der Medaille. Tatsächlich gibt es aber eine Reihe anderer Gesichtspunkte, die dieses Projekt charakterisieren, so dass die Reduzierung bei der Projektbeschreibung, es handele sich lediglich um ein zusätzliches Leseangebot, bei weitem zu kurz greifen würde.

Die Kinder haben hier nämlich die Möglichkeit, – und das ist die andere Seite der Medaille – in eine Welt einzutauchen, die ihnen bisher fremd geblieben ist. Die aufarbeitenden Gespräche im Unterricht nach den Besuchen über das Ambiente der Orte und ihre persönliche Begegnung mit den Chefs haben bei den Kindern der Schule Beim Pachthof immer wieder gezeigt, wie beeindruckt sie von dieser Welt gewesen sind, zu der sie bisher keinen Zugang hatten. Da für die Schülerinnen und Schüler solche Begegnungen in der Regel nicht möglich sind, ist diese Projektform durch die Besuche und Gespräche einzigartig: die Kinder können hier Erfahrungen sammeln, die ihnen sonst nicht vermittelt werden können.

Bei der Vorbereitung des „Chef-Besuches“ anhand leitender Fragestellungen im Unterricht wurde immer wieder deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld ein völlig verfremdetes Berufsbild eines „Chefs“ hatten, das sich nach den Besuchen in der Regel verändert hat. Bei der Nachbereitung zeigte sich, dass viele Kinder die Erfahrung gemacht haben, dass Chefs nicht immer nur streng sind und den ganzen Tag Befehle geben

Die Schule Beim Pachthof nimmt seit 10 Jahren am Projekt „Chefs lesen Kindern vor“ teil und wir empfinden dies als Bereicherung, weil dadurch die Möglichkeit gegeben ist, dass Kinder (und gerade solche, aus einem sogenannten sozialbenachteiligten Stadtteil) spezifische Erfahrungen sammeln können, wozu sie sonst keinerlei Chancen hätten.

Ich wünsche dem Projekt noch eine lange Zukunft, so dass dann auch der zwanzigste Geburtstag gefeiert werden kann und hoffe, dass die Schule beim Pachthof auch weiterhin zu den Projektschulen bei „Chefs lesen Kindern vor“ gehören wird.

Dr. Adrian Klenner
Schulleiter der Schule Beim Pachthof, Horn

Besondere Projekte entstehen mit besonderen Menschen!

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